| 563-katt Schlosshotel Taunus, Hessen, Rhein, Koblenz, Lahn,
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Tagesausflug nach Bad Ems
an der Lahn
ca. 28 km nordwestlich vom 563-katt
Schlosshotel Taunus entferntBad Ems
Die Anfänge von Bad Ems reichen zurück bis in die Zeit der Römer,
die im Bereich der heutigen Martinskirche in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts ein
Kastell anlegten. Es diente zum Schutz des Limes, der hier über die Lahn führte. Im 6.
Jahrhundert entstand an gleicher Stelle eine fränkische Siedlung. Erstmals erwähnt wurde
sie im Jahre 880. 1324 erhielt Bad Ems die Stadtrechte, blieb aber dann bis weit ins 19.
Jahrhundert nur ein Marktflecken. Erst 1863 wurde es schließlich zur Stadt erhoben.
Schon im 14. Jahrhundert war Bad Ems ein
Heilbad. Im 19. Jahrhundert galt es als eines der berühmtesten Bäder in Europa, in dem
sich Kaiser und Könige, aber auch Persönlichkeiten des kulturellen Lebens zur Kur
einfanden. Seit 1913 darf die Stadt offiziell den Titel "Bad" tragen. Heute ist
Bad Ems nicht nur eine Adresse für Kurgäste, sondern mit seiner Bäderarchitektur und
seiner reizvollen Lage im Lahntal auch ein touristischer Anziehungspunkt.
Blick von der Lahnbrücke auf die Spielbank und das Kurhaus in Bad Ems.
Bäderarchitektur
und Kurbauten in Bad Ems
Das Kurhaus, ein barockes Badeschloss, wurde im frühen 18.
Jahrhundert erbaut. Im 19. Jahrhundert avancierte es zu einem kaiserlich-königlichen
Feriendomizil. Den Mittelpunkt der Anlage bildet die von Säulen getragene Brunnenhalle,
in der drei Quellen mit Heilwasser zu Tage treten. In der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts entstand der so genannte Marmorsaal als festliches Kursaalgebäude. Der
zweigeschossige quadratische Saalbau wird von einer kassettierten Flachdecke überspannt,
die auf marmornen Säulen ruht. 1913 und 1914 erhielt der Marmorsaal mit dem Kurtheater
einen westlichen Erweiterungsbau. Der Theatersaal präsentiert sich in Rokoko und
Jugendstil. Weitere Kurgebäude sind das Neue Badehaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
und das ehemalige Mainzer Haus, das bereits 1694 als Badehaus errichtet wurde.
Kirchen in Bad Ems
In Bad Ems stehen gleich mehrere sehenswerte Gotteshäuser. Das älteste ist die
evangelische Pfarrkirche St. Martin, die bereits um das Jahr 1000 bestanden hat. Die
romanische Basilika wurde nach einem Dorfbrand im 18. Jahrhundert möglichst stilecht
wiederaufgebaut. Lediglich der früher auch als Wach- und Wehrturm genutzte Kirchturm
erhielt eine barocke Haube.
Im Parkgelände an der Lahn erhebt sich
die katholische Martinskirche, die zwischen 1866 und 1882 in neugotischem Stil erbaut
worden ist. Sehenswert sind vor allem die Wandmalereien und Gewölbemalereien, die
Fenstergemälde und der Hochaltar.
Ende des 19. Jahrhunderts ließ der wohl prominenteste Kurgast in Bad Ems, Kaiser Wilhelm
I., die nach ihm benannte protestantische Kirche errichten. Als standesgemäßes
Gotteshaus sollte sie ihren Platz in zentraler Lage finden.
Das "Gegenstück" zur Kaiser-Wilhelm-Kirche stellt die katholische Kapelle Maria
Königin dar, die den Erzbischöfen aus Mainz bei ihrem Kuraufenthalt in Bad Ems als
"Bäderkirche" diente.
Auf den ersten Blick erscheint es etwas überraschend, dass es in Bad Ems auch eine
russisch-orthodoxe Kirche gibt. Doch auch Zar Alexander II. weilte hier als Kurgast. In
seinem Beisein wurde das Gotteshaus 1876 eingeweiht. Sein Kennzeichen sind die fünf
blauen Kuppeln. Die blaue Farbe steht für die Weisheit Gottes.
Benedetti-Stein
Emser Depesche
Zwischen Kurhaus und Lahnbrücke erinnert ein Gedenkstein in einem Blumenbeet an eine
folgenschwere Unterredung zwischen König Wilhelm I. von Preußen und dem französischen
Botschafter Graf Benedetti. Die telegrafische Nachricht des preußischen Königs nach
Berlin, die unter dem Namen "Emser Depesche" in die Geschichte eingegangen ist
sowie die gekürzte Veröffentlichung des Inhalts in der Presse durch Otto Graf von
Bismarck am 13. Juli 1870 führte zum Ausbruch des Deutsch- Französischen Krieges
1870/1871.
Kurwaldbahn
zur Bismarckhöhe
Gegenüber der
Spielbank befindet sich die Talstation der Kurwald-Bahn. Die Standseil-Bergbahn führt
hinauf zur Bismarck-Höhe, von der man eine herrliche Aussicht auf Bad Ems und das untere
Lahntal genießen kann.
Zwei Kabinen pendeln täglich im 10-Minuten-Takt zwischen 6.15 Uhr und 22.30 Uhr zwischen
Talstation und Bergstation. Dabei überwinden sie bei einer maximalen Steigung von 78% und
einer Geschwindigkeit von ungefähr 14 Kilometer pro Stunde auf einer Streckenlänge von
220 Metern einen Höhenunterschied von 138 Metern. Die Kabinen bieten je 25 Personen
Platz.
Personenschiffahrt auf der Lahn ab Bad Ems
Von
Bad Ems aus (ca. 28 km nordwestlich vom 563-katt Schlosshotel Taunus
entfernt) werden in der Hauptsaison verschiedene Linienfahrten mit dem Schiff angeboten:
- Einstündige Rundfahrt mit Passieren der Staustufe Dausenau ab 30
Personen.
- Schifffahrt von Bad Ems nach Nassau und zum Winzerdorf Obernhof und
zurück ab 40 Personen.
- Schiffsfahrt von Bad Ems durch das Lahntal bis nach Lahnstein an der
Mündung der Lahn in den Rhein und weiter rheinaufwärts nach Boppard am Rhein
(Rhein-Burgen-Fahrt) und zurück ab 40 Personen. Auf dem Rhein geht es vorbei an
Sehenswürdigkeiten wie Burg Lahneck, Schloss Stolzenfels, die Marksburg bei Braubach und
der Königsstuhl bei Rhens.
- Drei-Flüsse-Fahrt auf Lahn, Rhein und Mosel über Lahnstein und Koblenz
bis zur Schleuse Koblenz auf der Mosel und zurück ab 40 Personen. Die Fahrt führt vorbei
an Sehenswürdigkeiten wie Burg Lahneck, Schloss Stolzenfels, die Altstadt von Koblenz,
das Deutsche Eck und die Festung Ehrenbreitstein.
Bergbaumuseum Bad Ems
In Bad Ems hat der Bergbau eine lange Tradition. Schon zur Römerzeit wurde hier Erz
abgebaut. Seine Blütezeit erlebte er in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und im
19. Jahrhundert. Seit 1996 ist das Bergwerk als Museum eingerichtet. In vier
Ausstellungsräumen kann sich der Besucher über die Entwicklung und Bedeutung des
Erzbergbaus in der Region informieren. Der erste Ausstellungsraum widmet sich dem
vorindustriellen Bergbau. Zu sehen sind unter anderem Fundstücke aus alten Stollen. Im
zweiten Raum ist die industrielle Phase dargestellt. Der dritte Raum hat den sozialen
Aspekt des Erzbergbaus in Bad Ems zum Inhalt. Hier wird informiert über das
Wohnungswesen, Werksvereine, Einkommen und Strafen für nicht korrekt ausgeführte
Arbeiten. Der letzte Raum zeigt schließlich eine Sammlung von Mineralien und Erze.
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